Autorin: Silvia Cali


Dem Hundehalter steht heutzutage eine Vielzahl an Fütterungsvarianten zur Verfügung. Wie z. B. Trocken-, Nassfutter oder selbst zusammengestelltes Futter welches  aus rohen oder gekochten Komponenten bestehen kann.

Auch vermischen viele die verschiedenen Ernährungsweisen, dies sollte gerade bei der Rohfütterung vermieden werden, da sich das Verdauungssystem des Hundes sehr sensibel auf die zugeführte Nahrung anpasst und entsprechend empfindlich auf Futterumstellungen reagieren kann.

Jeder der genannten Fütterungsarten hat seine Vor/ – und Nachteile. Bei der Ernährung seines Haustieres gilt es herauszufinden, welche für den jeweiligen Hund die optimale ist und sie auf die individuellen Bedürfnisse und eventuelle Dispositionen abzustimmen.

Bei Erkrankungen aller Organsysteme und sogar bei Verhaltensauffälligkeiten zeigt alleine eine angepasste Fütterung bereits erstaunliche Erfolge.  Wichtig ist jedoch, dass bei jeder Art der Fütterung auf ein ausgewogenes Verhältnis von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten geachtet wird, sowie auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien.

Trockenfutter

Das Trockenfutter besteht aus mehr oder weniger hart gebackenen Kroketten, optimaler weise gefertigt aus tierischen und pflanzlichen Produkten.  Durch das backen wird Trockenfutter haltbar gemacht, die Stärke aufgeschlossen und damit verdaulicher.

Grundsätzlich empfiehlt es sich die Rationen ca. 45 Minuten in warmem Wasser einzuweichen, um die Verdaulichkeit zu erhöhen und einen besseren Sättigungs-Effekt zu erzielen.  Zusätzlich kann das Trockenfutter mit gelegentlichen Zugaben von Gemüsebrei, Joghurt oder Hüttenkäse angereichert werden.

Vorteile Trockenfutter:
(ausgehend von einem qualitativ hochwertigen Futter)

•    Leichte Handhabung und Portionierung
•    Angenehmer Geruch
•    Genaue Mengenangaben von Inhaltsstoffen
•    Hohe Lagerfähigkeit
•    Kann gut als Leckerli gegeben werden


Nachteile Trockenfutter:

•    Qualität und Frische der einzelnen Ausgangsprodukte kann nicht geprüft werden
•    Hohe Wasseraufnahme nötig, um die Verdauungsarbeit überhaupt möglich zu machen
•    Bei schlechter Lagerung können sich leicht Insekten, Milben und Pilze im Futter vermehren, dass kann zu Allergien und Unverträglichkeiten führen
•    Hoher Nährstoffgehalt bei geringem Volumen!
•    Natürliche Vitamine und Enzyme gehen durch Erhitzung verloren, diese werden nachträglich synthetisch wieder zugesetzt. Kaltgepresste Futtersorten sind zu bevorzugen.

Kaltpressung:

Bei der Kaltpressung wird das Trockenfutter mit geringer Wärmebehandlung und ohne Dampfzufuhr geformt. Bei einer Wärmebehandlung unter 40 Grad bleiben die meisten Vitamine und Enzyme erhalten.  Leider bauen sich aber Vitamine bei langer Lagerung wieder ab, daher ist es vorteilhaft das Hundefutter in kleinen Mengen zu kaufen.

Nassfutter:

Nassfutter enthält Fleisch, Innereien, pflanzliche Anteile, sowie stärkereiche Produkte wie Reis, Nudeln oder Kartoffeln.  Durch Erhitzung der Zutaten wird eine Sterilisierung erreicht, es können aber auch Vitaminverluste entstehen, die durch nachträgliche Zugaben synthetischer Vitamine nur unzureichend ausgeglichen werden.

Durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt ist Nassfutter besser verdaulich und einer Fütterung mit Trockenfutter immer vorzuziehen.

Vorteile Nassfutter:
(ausgehend von einem qualitativ hochwertigen Futter)

•    Leichte Handhabung und Portionierung
•    Hohe Akzeptanz
•    Genaue Mengenangabe von Inhaltsstoffen
•    Gute Verdaulichkeit durch den hohen Wasseranteil

Nachteile Nassfutter:

•    Qualität und Frische der einzelnen Ausgangsprodukte kann nicht geprüft werden
•    Teilweise intensiver Geruch
•    Teilweise hoher Eiweißgehalt, eine Überversorgung ist möglich
•    Weicher Kot, einige Hunde neigen vermehrt zu Durchfall
•    Natürliche Vitamine und Enzyme gehen durch Erhitzung verloren, diese werden nachträglich synthetisch wieder zugesetzt.

Der größte Nachteil bei beiden Fütterungsvarianten ist wohl, dass man sich der Qualität der Ausgangsprodukte nie wirklich sicher sein kann. Die Deklaration ist das einzige, woran man als Hundehalter sich orientieren kann, um eine Futtersorte zu beurteilen. Oft sind diese aber irreführend oder nicht korrekt aufgeführt.

Selbst zubereitetes Futter

Immer häufiger möchten Hundehalter das Futter für ihre Tiere selbst zusammenstellen, die Gründe hier für sind unterschiedlich, die einen möchten ihren Hund artgerecht ernähren, die anderen sehen sich gezwungen da der Hund auf das bisherige Futter mit Allergien oder Magen-Darm-Problemen reagiert.

Es besteht die Möglichkeit, die Zutaten roh oder gekocht zu füttern, obwohl man bedenken muss, dass beim Kochen Vitamine und Enzyme verloren gehen und diese synthetisch zugesetzt werden müssen.

Bei der Rohfütterung, stellt sich der Darm durch Veränderung der Zotten und durch angepasste Sekretion von Verdauungs-Enzymen auf die Verwertung von unbehandeltem Gewebe ein und reagiert auf gekochte Nahrung unter Umständen sehr empfindlich.

Vorteile eigener Futterherstellung:

•    Naturnahe Ernährung
•    Kontrollierter Einsatz von qualitativ hochwertigen Produkten
•    Individuelle Zusammensetzung möglich (vor allem bei krankheitsbedingter Futterumstellung von Vorteil)
•    Weitgehend Geruchsarm
•    Gesünder für den Hund

Nachteile eigener Futterherstellung:

•    Eine gute Sachkenntnis ist erforderlich
•    Zeitintensives Vorbereiten
•    Platzaufwändige, gekühlte Lagerung notwendig

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